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Unternehmen, die an präventiven Impfstoffen arbeiten

Weltweit sind binnen kürzester Zeit zahlreiche Impfstoff-Projekte gegen SARS-CoV-2, das seit Anfang des Jahres 2020 bekannt ist, angelaufen. Eine Übersicht der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt derzeit 70 Entwicklungen (Stand: 11.04.2020) an. Mindestens elf weitere Projekte kommen noch dazu - sie sind in der WHO-Übersicht noch nicht verzeichnet.

Einige Beispiele für laufende SARS-CoV-2 Impfstoff-Projekte

CSL Behring

CSL Behring unterstützt die University of Queensland (AUS) bei ihren Bemühungen, einen COVID-19-Impfstoff zu entwickeln, indem das Unternehmen technisches Fachwissen bereitstellt. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurde der Universität die firmeneigene Adjuvans-Technologie MF59® für das vorklinische Entwicklungsprogramm eines Coronavirus-Hyperimmun-Serums gespendet.

Janssen

Janssen entwickelt in Partnerschaft mit dem Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) einen Impfstoff gegen COVID-19. Es wurde mit der präklinischen Prüfung verschiedener Impfstoffkandidaten begonnen. Am 30. März 2020 konnte Janssen bereits die Wahl des COVID-19 Impfstoffkandidaten verkünden.

Das Unternehmen geht im Moment davon aus, dass spätestens im September 2020 klinische Studien in der Phase 1 starten können und damit eine Zulassung für den Notfalleinsatz von Impfstoffen bereits früh im Jahr 2021 erfolgen kann. Janssen passt bereits seine Produktionskapazitäten mit dem Ziel an, mehr als eine Milliarde Impfdosen weltweit zur Verfügung stellen zu können. 

Merck, Sharp & Dohme

MSD untersucht seine antiviralen Wirkstoffkandidaten und Impfstoffe auf ihre Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 und verwandte Viren.

Pfizer

Mit BioNTech will Pfizer gemeinsam die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das SARS-CoV-2 vorantreiben und forscht an einem potentiellen Impstoff (mRNA*-basierter Impfstoffkandidat BNT162), um Infektionen vorzubeugen.

Update 28. April 2020

    • Diese Woche haben die beiden Unternehmen mit klinischen Prüfungen der Phase 1 / Phase 2 für vier Impfstoffkandidaten in Deutschland begonnen.

Update 5. Mai 2020

  • Biontech und Pfizer beginnen in den USA mit ihrer Impfstoffstudie gegen das Coronavirus. Dabei testen sie vier verschiedene Impfstoffkandidaten.
  • Zunächst werden die Impfstoffkandidaten an 360 gesunden Freiwilligen in zwei Altersgruppen erprobt, danach sollen weitere 8.000 Freiwillige folgen.

Weitere Information zu den Aktivitäten von Pfizer: www.pfizer.at/covid-19

Sanofi

Sanofi verwendet in Zusammenarbeit mit Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) Sanofi‘s etablierte rekombinante Technologie Plattform, um einen potenziellen COVID-19 Impfstoff zu entwickeln. Sanofi kooperiert auch mit der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI). Das Anfang 2017 in Davos gestartete CEPI koordiniert die Entwicklung von Impfstoffen gegen neue auftretende
Infektionskrankheiten.

Sanofi Pasteur, die Impfstoffsparte des Unternehmens, verfügt über einen jahrzehntelangen Erfahrungsschatz in der Entwicklung, Lizenzierung und Herstellung von Impfstoffen. Dies ermöglicht es, auf neu auftretende Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit wie COVID-19 rasch zu reagieren. Derzeit nutzt das Unternehmen frühere Entwicklungsarbeiten für einen SARS-Impfstoff, um einen schnellen Weg für die Entwicklung eines COVID-19-Impfstoffs zu finden.

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es werden jedoch Updates durchgeführt.

Coronavirus Impfstoffe: Projekte in Österreich

Einige Projekte der Impfstoff-Entwicklung laufen auch in Österreich - hier der kurze Überblick. Die Gesamtübersicht finden Sie auf LISAvienna.

Themis

Themis, ein Biotech-Unternehmen mit Sitz in Wien, arbeitet an einem Impfstoff-Projekt gegen COVID-19. Basis für die Entwicklung ist seine Masernvektor-Technologie. Eine Phase 1-Studie soll demnächst starten. CEPI fördert dieses Projekt-Konsortium aus Themis, Institut Pasteur und University of Pittsburgh.

Valneva

Valneva Austria in Wien entwickelt einen inaktivierten Ganzvirus-Impfstoff gegen das Coronavirus in Kooperation mit Dynavax Technologies. Klinische Entwicklung und Qualitätskontrolle für diesen Impfstoff-Kandidaten werden von Österreich aus geplant, wo auch die Prozessentwicklung stattfindet. Das GMP Material soll bei Valneva in Schottland hergestellt werden, erste präklinische Versuche laufen in Frankreich.

Viravaxx

Viravaxx AG und MedUni Wien bauen gemeinsam eine integrierte Plattform für Immundiagnostik und Vakzinierung bei COVID-19 auf, Immundiagnostik und Impfstoffentwicklung sind eng verzahnt. Seren von Patienten, die eine COVID-19 Erkrankung überstanden haben, werden in einer klinischen Studie mit bis zu 600 Teilnehmern, die von der Ethikkommission bereits genehmigt ist, untersucht. Das gemeinsame Projekt ist sowohl Basis für Design von Vakzin-Kandidaten als auch serologischer Test.

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es werden jedoch Updates durchgeführt.

Coronavirus Forschung und Entwicklung im deutschsprachigen Raum

Die Coronavirus-Pandemie hat weltweit Forschungsprojekte für Impfstoffe und therapeutische Medikamente bewirkt. Eine entsprechende Forschung wird auch an Standorten in Deutschland, der Schweiz und Österreich betrieben. Wo genau, das zeigt die gemeinsame Standortkarte von vfa – Verband forschender Arzneimittelhersteller, BIO Deutschland und PHARMIG.

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