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1,5 Millionen Euro für gesundheitliche Chancengerechtigkeit

  • NEWS
  • 06.05.2016

Über den Rahmen-Pharmavertrag werden 13 Projekte für Kinder und Jugendliche gefördert; mit dem neuen Rahmen-Pharmavertrag 2018 werden die gemeinsamen Gesundheitsziele weitergeführt. 

Wien, 6. Mai 2016 – Über die Mittel aus dem ausgelaufenen Rahmen-Pharmavertrag (RPV) 2015 werden 13 Projekte mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Mit dem Schwerpunkt gesundheitlicher Chancengerechtigkeit werden gezielt Projekte zur Stärkung der Kindergesundheit unterstützt. Damit hat das aus Pharmawirtschaft und Sozialversicherung paritätisch besetzte Gremium die Förderungssumme aus dem RPV 2015 vergeben. Mit dem am 1.1.2016 in Kraft getretenen neuen RPV 2018 werden die gemeinsamen Gesundheitsziele für weitere drei Jahre verlängert und das gesamte Fördervolumen mit 6,4 Millionen Euro festgesetzt. 

Diese Weiterführung ist für Mag. Martin Munte, neuer Präsident der Pharmig, ein wichtiges Zeichen für ein wirkungsvolles Miteinander. „Pharmawirtschaft und Sozialversicherung sorgen gemeinsam dafür, dass Kinder und Jugendliche unmittelbar von Maßnahmen im Gesundheitswesen profitieren und die Möglichkeit haben, zu gesunden Erwachsenen zu werden.“ Kinder und Jugendliche kämpfen aus unterschiedlichsten Gründen mit gesundheitlichen Herausforderungen. Dementsprechend vielseitig sind auch die Projekte, die eine Förderzusage aus der letzten Tranche des ausgelaufenen RPV 2015 erhalten haben. Sie widmen sich unter anderem der Bewältigung von häuslicher Gewalt und psychosozialen, familiären Krisen oder unterstützen Kinder mit Epilepsie oder seltenen Erkrankungen. 

„Die Projekte verdeutlichen, dass es für belastete Kinder und Jugendliche viele Ansatzpunkte zur Stärkung von Gesundheit gibt. Ziel ist es, jenen Kindern und Jugendlichen, die tagtäglich mit gesundheitlichen aber auch sozialen Beeinträchtigungen konfrontiert sind, einen gerechten Zugang und somit die Chance zur Verbesserung ihrer Gesundheit zu sichern“, erklärt Mag. Ulrike Rabmer-Koller, Vorsitzende des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger. 

Mag. Alexander Hagenauer, MPM, stellvertretender Generaldirektor des Hauptverbandes weiter: „Es ist wichtig, bereits im Kindesalter und im familiären Umfeld Schritte für mehr Gesundheit zu setzen. So hat sich das Projekt des Kriseninterventionszentrums zum Ziel gesetzt, Familienvätern in psychosozialen Krisen und prekären Verhältnissen zu entlasten und Gewalterfahrung in Familien entgegenzuwirken. Durch die Initiative sollen Belastungen für Kinder und deren Väter reduziert werden und die Lebensqualität der Betroffenen maßgeblich verbessert werden.“ 

„Ein anderes Projekt richtet sich“, so Dr. Andreas Windischbauer, Präsident der PHAGO, „an Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren, die aus suchtbelastenden Familien kommen. In Gruppenangeboten wird den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, emotionale und soziale Ressourcen aufzubauen und die Belastungssituation besser zu verarbeiten. Das Risiko, im Erwachsenenalter selbst an einer Suchterkrankungen zu leiden, wird dadurch reduziert.“

Über das Gremium Gesundheitsziele: Das Gremium Gesundheitsziele ist ein zwischen Pharmawirtschaft und Hauptverband paritätisch besetztes Gremium. Es entscheidet über die Auswahl und Abwicklung von Maßnahmen im Rahmen gemeinsamer Gesundheitsziele und die Freigabe der damit verbundenen finanziellen Mittel.

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