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Weltweit Studien mit Wirkstoffkandidaten bei SARS-CoV-2

Pharma-Unternehmen suchen mit Hochdruck nach Behandlungsmöglichkeiten. Arzneimittelspenden zeigen gesellschaftliche Verantwortung.

Wien, 8. April 2020 – „Viele Wege – ein Ziel“, so fasst PHARMIG-Generalsekretär Alexander Herzog die zahlreichen Forschungsprojekte im Arzneimittelbereich zusammen, die unterschiedliche Ansätze und gleichzeitig aber alle dasselbe Ziel verfolgen, nämlich möglichst rasch eine Therapie bei Corona-Patienten zu finden. In der klinischen Phase, in der Wirkstoffe unter hohen Sicherheitsauflagen an Menschen verabreicht werden, befindet sich seit Beginn der Pandemie auch ein Produkt von Gilead Sciences, von dem sich das weltweit tätige US-Unternehmen alsbald valide Ergebnisse erwartet.

Um die Entwicklung von Behandlungsoptionen bei SARS-CoV-2 zu beschleunigen, werden mitunter noch nicht zugelassene Medikamente seitens pharmazeutischer Unternehmen zur Verfügung gestellt, die dann im Zuge klinischer Prüfungen oder im Rahmen von Heilversuchen unter hohen Sicherheitsauflagen angewendet werden. Auch Gilead hat angekündigt, die gesamte mittelfristig verfügbare Menge seines in Entwicklung befindlichen Medikamentes (Remdesivir) spenden zu wollen. „Das ist ein dankenswertes Beispiel gesellschaftlicher Verantwortung“, so Herzog.

Gilead hatte bereits vor vielen Jahren beim erstmaligen Auftreten von SARS- und MERS-Erregern vielversprechende Medikamente in Entwicklung. Darauf kann das Unternehmen nun aufsetzen und es besteht damit die Hoffnung, schneller als sonst zu einem erfolgreichen Ergebnis zu gelangen. Dazu Herzog: „Diesen Vorteil sehen wir bei einigen derzeit laufenden Entwicklungsprojekten, was uns folglich hoffen lässt, umso schneller Corona-Patienten mit Behandlungsoptionen versorgen zu können.“

Dauert die Entwicklung eines Arzneimittels im Durchschnitt bis zu zwölf Jahre, geht man davon aus, dass es im Falle der derzeit grassierenden Corona-Pandemie weit schneller geht. „Dennoch dürfen wir nicht vergessen: Wenn ein neues Arzneimittel auf den Markt kommt, dann muss es auf seine Wirksamkeit und Sicherheit hin überprüft worden sein. Das dauert eine gewisse Zeit und ist letztlich im Sinne jener, an die die Medikamente verabreicht werden“, betont Herzog.

Einen Überblick über die vielen derzeit laufenden Entwicklungsprojekte gibt die Website der PHARMIG unter https://www.pharmig.at/themen/coronavirus-covid-19/coronavirus-covid-19-forschung-und-entwicklung-nehmen-weiter-fahrt-auf/.

Rückfragehinweis:
PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Head of Communications & PR
Peter Richter, BA MA MBA
Tel. 01/40 60 290-20
peter.richter@pharmig.at
pharmig.at

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