• Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
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  • Solidarischer Partner im Gesundheitssystem

Arzneimittelproduktion und -versorgung aufrechterhalten

  • NEWS
  • 20.07.2022

Damit pharmazeutische Unternehmen im Falle ausbleibender oder verringerter Gaslieferungen aus Russland produzieren können, müssen sie als kritische Infrastruktur eingestuft werden.

Wien, 20. Juli 2022 – Ein Ausbleiben oder eine Reduktion von Gaslieferungen seitens Russlands würde die produzierenden pharmazeutischen Unternehmen in Österreich bedrohen. Um in einem solchen Fall jedenfalls bevorzugt Gaslieferungen zu erhalten, ist es notwendig, diese Unternehmen als „kritische Infrastruktur“ einzustufen. Ebenso muss ein Krisenplan erarbeitet werden.

Dazu Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG: „Viele unserer Mitgliedsunternehmen haben große Sorge, dass sie ihre Arzneimittelproduktion bzw. auch deren Vertrieb nicht aufrechterhalten können, wenn Gaslieferungen ausbleiben. Produktionslinien könnten stillstehen, aber auch die Lagerung und der Vertrieb von Arzneimitteln könnten darunter leiden, beispielsweise wenn die Kühlung nicht garantiert werden kann.“

Er fordert folglich, wie dies auch der Fachverband der chemischen Industrie kürzlich getan hat, dass es einen Plan gibt, wie die vorhandene Gasenergie im Falle einer Krise gelenkt wird. Wobei ein solcher Plan jedenfalls auch variabel gehalten werden muss, denn schließlich können nicht alle Faktoren, die eine Krise bestimmen, vorhergesehen werden. „Der Arzneimittelsektor verdient jedenfalls besondere Aufmerksamkeit, denn schließlich sind Arzneimittel komplexe und heikle Produkte. Sie sind in vielen Fällen lebenswichtig. Es muss daher sichergestellt werden, dass Medikamente auch in einer Energiekrise vorhanden sind und weiter produziert werden können“, so Herzog.

Der Verbandsvertreter führt dazu, gemeinsam mit anderen Interessensvertretungen aus der Wirtschaft, bereits seit längerem Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik. „Wesentlich ist, dass ein Krisenplan erarbeitet wird und wir uns alle auf den schlimmsten Fall vorbereiten. Neben individuellen Maßnahmen, die wir alle werden setzen müssen, braucht es aber einen Gesamtplan sowie die Einrichtung eines umfassenden Krisenmanagements. Die Verantwortung dafür liegt bei der Politik, wobei wir jedenfalls sehr gerne unterstützen und uns in die Erarbeitung eines Krisenplans gerne einbringen“, so Herzog.

Rückfragehinweis:
PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Head of Communications & PR
Peter Richter, BA MA MBA
+43 664 8860 5264
peter.richter@PHARMIG.at
pharmig.at

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