• Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
  • 120 Mitgliedsunternehmen für die Arzneimittelversorgung - freiwillige, unabhängige Interssenvertretung
  • Solidarischer Partner im Gesundheitssystem

Abgang Josef Penningers: Auszeichnung und Alarmruf zugleich

  • NEWS
  • 05.02.2018

Top-Forscher Josef Penninger verlässt Österreich. Auftrag an heimische Politik, das Niveau des Forschungsstandorts Österreich weiter zu erhalten und auszubauen.

Wien, 5. Februar 2018 – Die pharmazeutische Industrie bedauert den Wechsel des Forschers Josef Penninger nach Kanada. Der Direktor des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wechselt an die University of British Columbia in Vancouver. „Mit dieser neuen Herausforderung vertritt Professor Penninger Österreich nun auf internationalem Top-Niveau. Penninger wird diese neue Aufgabe sicher herausragend meistern. Wir gratulieren ihm zu diesem Karriereschritt. Für den Forschungsstandort Österreich hingegen bedeutet dies einen herben Verlust“, sagt Mag. Martin Munte, Präsident des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig).

Penningers Schaffen hat die Grundlagen- und biopharmazeutische Forschung in Österreich auf ein neues und international anerkanntes Niveau gehoben. Das von ihm mit aufgebaute IMBA ist zentraler Bestandteil des Life Science Cluster „Vienna BioCenter“ – ein Forschungszentrum, in dem unter anderem Spitzentechnologie zur Bekämpfung von Krankheiten entwickelt wird. „Der Name Penninger war bislang untrennbar mit dem IMBA verbunden. Sein Fortgang ist ein großer Schritt für ihn selbst und gleichzeitig ein Alarmruf für die heimische Politik. Nämlich dafür Sorge zu tragen, dass die international anerkannte Stellung Österreichs auf dem Gebiet der Forschung nicht verloren geht“, sagt Pharmig-Generalsekretär Dr. Jan Oliver Huber. „Wir brauchen weitere Anreize im Bereich der Forschung, damit Experten wie Penninger im Land gehalten werden und vor allem auch Nachwuchs aufgebaut wird. Damit meine ich finanzielle Förderungen genauso wie strukturelle Verbesserungen, damit vor allem auch klinische Forschung ermöglicht und verstärkt in Österreich durchgeführt wird“, mahnt Huber.

Share