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Impfen schützt in jedem Lebensabschnitt

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  • 23.04.2026

Impflücken und sinkende Impfbereitschaft führen dazu, dass bereits zurückgedrängte Infektionskrankheiten wieder zunehmen – trotz sicherer und verfügbarer Impfstoffe.

Wien, 23. April 2026 – In Österreich zeigen sich bei bestimmten Infektionskrankheiten nach wie vor die Folgen von Impflücken und nachlassender Impfbereitschaft. Obwohl Impfstoffe sicher und breit verfügbar sind, werden Auffrischungen und Routineimpfungen immer wieder vernachlässigt. Dadurch treten bereits zurückgedrängte Infektionskrankheiten wieder verstärkt auf – mit Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung und das Gesundheitssystem.

Anlässlich der World Immunization Week (24. bis 30. April) betont Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG: „Impfungen zählen zu den wirksamsten Präventionsmaßnahmen, die wir haben. Sie begleiten uns durch alle Lebensphasen – vom Kindes- bis ins hohe Alter. Umso wichtiger ist es, den eigenen Impfstatus regelmäßig zu überprüfen und empfohlene Auffrischungen wahrzunehmen.“

Österreich hat den Eliminationsstatus für Masern verloren. Die Erkrankung gilt laut WHO wieder als „re-established“. Hauptursache dafür sind bestehende Impflücken und zu niedrige Durchimpfungsraten. Zwar ist die Masern-Impfung als Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) Teil des kostenfreien Impfprogramms, dennoch wird das Ziel von 95% Durchimpfung mit zwei Dosen in den meisten Altersgruppen weiterhin nicht erreicht. 

Eine jährliche Auswertung der Technischen Universität Wien im Auftrag des Gesundheitsministeriums zeigt besonders deutliche Impflücken bei den Jahrgängen 2019 und 2020, die während der COVID-19-Pandemie weniger Kontakt zu Gesundheitseinrichtungen hatten. Viele Kinder dieser Altersgruppen kommen nun in den Kindergarten oder in die Schule, ein Zeitpunkt, an dem ein vollständiger Impfschutz besonders wichtig wäre.

Impfungen schützen nicht nur die einzelne Person, sondern tragen auch dazu bei, die Ausbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen, das Gesundheitssystem zu entlasten und wirtschaftliche Folgekosten zu reduzieren. „Jede vermeidbare Erkrankung ist eine zu viel. Umso besorgniserregender ist es, dass trotz verfügbarer, gut verträglicher und sicherer Impfstoffe viele Menschen ungeimpft bleiben und diesen Schutz nicht in Anspruch nehmen“, so Herzog.

Rückfragehinweis
PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Head of Communication & PR
Peter Richter, BA MA MBA
+43 664 8860 5264
peter.richter@pharmig.at

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