World Patient Safety Day rückt die sichere Versorgung chronisch kranker Patient:innen in den Fokus. Dazu zählen Medikamentensicherheit und Therapieverfügbarkeit.
Wien, 15. September 2026 – Der World Patient Safety Day am 17. September steht heuer unter dem Motto „Safe care for life!“. Eine sichere Versorgung hat mehrere Aspekte, unter anderem die Medikamentensicherheit, ein möglichst breites Angebot von Therapien und deren verlässliche Verfügbarkeit. Während die Sicherheit von Medikamenten über ihren gesamten Lebenszyklus engmaschig überwacht wird, sind die Arzneimittelvielfalt und eine verlässliche Verfügbarkeit in einem hohen Maße von externen Faktoren abhängig. Umso wichtiger sind folglich stabile Rahmenbedingungen für pharmazeutische Unternehmen sowie politische Initiativen, die Europa als Forschungs- und Produktionsstandort stärken.
Dazu sagt Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG: „Geopolitische Krisen, Abhängigkeiten in globalen Lieferketten und wirtschaftlicher Druck erschweren zunehmend eine problemlose Versorgung mit Arzneimitteln. Zudem fallen in Österreich monatlich bis zu 20 Produkte aus dem Erstattungskodex und damit aus der Versorgung, weil häufig die erzielbaren Preise die Kosten für die Unternehmen nicht mehr decken. Dadurch verringert sich die Arzneimittelvielfalt, was wiederum zu Lasten der Patientinnen und Patienten geht und zeigt, wie wichtig Standortpolitik für die Versorgung ist.“
Eine solche Standortpolitik darf aber nicht nur darauf abzielen, durch mehr Forschung und Produktion innerhalb Europas die Abhängigkeit von anderen Regionen zu reduzieren. Wesentliches Merkmal eines attraktiven Standortes ist für pharmazeutische Unternehmen auch eine Preis- und Erstattungspolitik, die den Wert und Nutzen von Arzneimitteln anerkennt, sowohl von bewährten wie auch im speziellen von innovativen. „In diesem Sinne muss eine solche Strategie alle drei Bereiche umfassen, die Forschung, die Produktion und den Marktzugang“, betont Herzog.
Erfreulich ist, dass auf wirtschaftspolitischer Ebene bereits an einer Life-Sciences-Strategie für Österreich gearbeitet wird. „Diese muss aber auch in die Umsetzung gebracht werden, damit sie ihre Wirkung entfalten kann. Davon profitiert nicht nur die Wirtschaft, sondern insbesondere die Medikamentenversorgung und damit nicht zuletzt die Sicherheit der Patientinnen und Patienten, wenn ihre Therapien zeitnah verfügbar sind und sie auch dem modernsten Stand der Medikamentenforschung entsprechen“, so Herzog.
Rückfragehinweis
PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Head of Communications & PR
Peter Richter, BA MA MBA
+43 664 8860 5264
peter.richter@pharmig.at