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Blutplasmaspenden essenziell für medizinische Versorgung

  • NEWS
  • 01.10.2026

Für lebenswichtige Arzneimittel benötigen wir mehr Plasma als in Europa gespendet wird. Somit sind regelmäßige Blutplasmaspenden unerlässlich für die Versorgungssicherheit.

Wien, 1. Oktober 2026 – Europa kann seinen Bedarf an Blutplasma nicht selbst decken. Das zeigt ein heuer veröffentlichter Bericht des Beratungsunternehmens Copenhagen Economics, der im Auftrag des PHARMIG-Mitgliedsunternehmens Takeda erstellt wurde. Insgesamt werden in Europa jährlich rund 15,6 Millionen Liter Plasma zur Herstellung lebenswichtiger Arzneimittel benötigt. Über Spenden werden allerdings nur zwei Drittel davon gewonnen, nämlich 10,1 Millionen Liter. Die daraus resultierende Versorgungslücke von 5,5 Millionen Litern macht Europa in erheblichem Ausmaß von Importen, insbesondere aus den USA, abhängig. Anlässlich der internationalen Plasma Awareness Week wird deshalb auf die Bedeutung regelmäßiger Blutplasmaspenden aufmerksam gemacht.

„Viele Menschen werden sich der Bedeutung von Plasmaspenden erst bewusst, wenn sie selbst oder Angehörige auf plasmabasierte Arzneimittel angewiesen sind, etwa nach einem schweren Unfall, im Zuge einer Operation oder aufgrund einer Erkrankung, die mit diesen Medikamenten behandelt wird. Umso wichtiger ist es, dass stets ausreichend Plasma für die medizinische Versorgung vorhanden ist. Durch regelmäßige Plasmaspenden kann die Bevölkerung Österreichs sowie aller anderen Länder Europas dazu beitragen, die Verfügbarkeit dieses lebenswichtigen Rohstoffs für ihre Patientinnen und Patienten sicherzustellen“, sagt Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, mit Blick auf die am 5. Oktober 2026 startende Awareness-Woche.

Blutplasma kann nicht künstlich hergestellt werden. Das macht jede einzelne Spende so wertvoll, um entsprechende Therapien, die auf diesem Ausgangsmaterial basieren, anbieten zu können. Dazu zwei Beispiele: Für die Behandlung eines Menschen mit primärem Immundefekt werden jährlich rund 130 Spenden benötigt, bei Hämophilie A sind es pro behandelter Patientin bzw. behandeltem Patienten bis zu 1.200. 

Dazu ergänzt Herzog: „Plasmabasierte Arzneimittel lassen sich nicht von heute auf morgen herstellen. Zwischen der Spende und dem fertigen Medikament liegen zahlreiche Verarbeitungsschritte und oft viele Monate. Umso wichtiger sind daher regelmäßige Spenden, damit Patientinnen und Patienten auch künftig verlässlich mit lebenswichtigen Therapien versorgt werden können.“

In Österreich können Menschen zwischen 18 und 60 Jahren Blutplasma spenden. Für die Spende ist ein Termin in einem Plasmazentrum erforderlich. Nähere Informationen dazu bietet beispielsweise die Website https://www.plasmaspende.at/plasmazentren-oesterreich.

Rückfragehinweis
PHARMIG – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Head of Communications & PR
Peter Richter, BA MA MBA
+43 664 8860 5264
peter.richter@pharmig.at
www.pharmig.at

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