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Für Österreich

Für Österreich
  • KOMMENTAR
  • 22.10.2019

Österreich als führender, innovativer und bedeutender Pharmastandort – das ist meine Vision. Wenn wir in der Forschung, in der Entwicklung und in der Produktion eine Leitposition einnehmen, profitiert unser ganzes Land davon: die Patienten, die Ärzte, die Universitäten, die Volkswirtschaft und die Gesellschaft. Warum?

Zum einen, und das ist vermutlich der wichtigste Punkt: Passiert hier, in unserem Land, klinische Forschung, haben Patienten frühzeitigen Zugang zu innovativen Arzneimitteln und Therapien. Und Zeit ist oft der entscheidende Faktor bei Heilung oder Linderung. Unsere Ärzte erhalten nicht nur die Möglichkeit, diese neuen Therapien mit zu entwickeln, sie können diese dann auch umgehend einsetzen.

Unsere Universitäten und die Wissenschaft per se würden massiv von mehr Forschung profitieren, weil sie Know-how vor Ort im Land haben, das man so viel leichter vervielfältigen und weiterentwickeln kann. Unsere Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen werden für die jungen Menschen und Experten sowohl aus unserem Land als auch aus dem Ausland zum Anziehungspunkt. Ein innovatives, forschungsfreundliches Klima würde ebenso zahlreichen Investitionen der Konzerne in Projekte in Österreich den Weg ebnen. Dies alles und die Forcierung des Produktionsstandorts schaffen nachhaltige, hochwertige Arbeitsplätze. Dazu braucht es einerseits das richtige Mindset und andererseits die perfekten Bedingungen. Dies würde uns auch bei dem Ziel unterstützen, möglichst eine 100-Prozent-Verfügbarkeit von allen benötigten Arzneimitteln zu erreichen.

Wir haben jetzt mit einer neuen Regierung und einem, wie ich hoffe, großen und mutigen Reformwillen die Möglichkeit, Österreich zum führenden Pharmastandort zu entwickeln. Dazu müssen in den kommenden Jahren die richtigen Weichenstellungen erfolgen. Mit zu den essenziellen Veränderungen gehört der Shift von der bislang einnahmenorientierten Versorgung hin zu einer patienten- und bedarfsorientierten Versorgung. Weiters ist die Pharmabranche eine sehr langfristig orientierte Industrie. Die Jahre, in denen geforscht, entwickelt und dann geprüft und zugelassen wird, erlauben keine kurzfristige Ad-hoc-Planung. Um dies tun zu können, brauchen die Unternehmen eine nachhaltige Planungssicherheit, die heute noch nicht gegeben ist. Die bereits erwähnte klinische Forschung wird durch das föderalistische System oftmals behindert. Hier gilt es, zeitgemäße und praktische Lösungen zu finden. Daneben müssen wir endlich lernen, die Digitalisierung zum Nutzen der Patienten erfolgreich einzusetzen und nicht zuletzt die Gesundheitsförderung auszubauen.

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Mag. Alexander Herzog
    Mag. Alexander Herzog
    Secretary General

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