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Eine Strategie allein reicht nicht – was zählt ist die Wirkung

Eine Strategie allein reicht nicht – was zählt ist die Wirkung
  • KOMMENTAR
  • 11.02.2026

Rund um uns investieren Staaten mit Hochdruck in Forschung, Innovation und Industrie. Wer hier Tempo verliert, verliert den Anschluss. Gerade jetzt braucht es klare Prioritäten, schnelle Entscheidungen und den Mut, Dinge nicht weiter aufzuschieben. 

Die Life Sciences sind einer der stärksten Hebel, um Österreich wirtschaftlich, technologisch und versorgungspolitisch zukunftsfit zu machen. Dass die Bundesregierung sie als Schlüsseltechnologie in ihrer Industriestrategie verankert hat, ist ein wichtiges Signal. 

Aber Papier allein schafft keine Wettbewerbsfähigkeit. Entscheidend ist, ob aus der Strategie nun auch konkrete Wirkung wird.

Tempo entscheidet über Innovation

Innovation entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie braucht moderne Forschungsinfrastruktur, vernetzte Universitäten, Kooperationen mit Unternehmen und Rahmenbedingungen – damit Start-ups wachsen können und Forschung schneller in Anwendungen mündet: in Therapien und Arzneimittel, die bei den Menschen ankommen.

Wertschöpfung sichert Versorgung

Eine starke heimische und europäische Produktion ist kein technisches Detail, sondern Standortpolitik im besten Sinn. Länder mit eigener Wertschöpfung sind unabhängiger, innovativer und krisenfester – das hat Europa in den vergangenen Jahren deutlich erfahren. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wirkt eine leistungsfähige Produktion doppelt: Sie zieht Talente, Unternehmen und Investoren an und stellt sicher, dass kritische Güter nicht zum Spielball globaler Machtverschiebungen werden.

Eine erfolgreiche Life-Sciences-Strategie endet dabei nicht im Labor. Sie umfasst Forschung, Entwicklung und Produktion ebenso wie den Weg in die Versorgung. Denn Innovation entfaltet ihren Nutzen erst, wenn neue Therapien und Arzneimittel auch bei den Menschen ankommen. Preis- und Erstattungsmodelle im Arzneimittelbereich entscheiden daher mit, ob Fortschritt ermöglicht oder ausgebremst wird.

Geopolitische Spannungen, Investitionsoffensiven anderer Weltregionen und der zunehmende Wettbewerb machen klar: Österreich und Europa können es sich nicht leisten, weiter abzuwarten. 

Der Life-Sciences-Sektor schafft qualifizierte Arbeitsplätze, treibt die Wirtschaft voran und sichert die Versorgung. Damit das so bleibt, braucht es jetzt das Zusammenspiel aus klarer Strategie, ihrer konsequenten Umsetzung, nachhaltigen Investitionen und verlässlichen Rahmenbedingungen.

Fest steht: Die Richtung stimmt. Jetzt muss aus der Strategie Wirkung werden.

  • Mag. Alexander Herzog
    Mag. Alexander Herzog
    Secretary General

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