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Tu felix Austria – warum der Föderalismus dem Forschungsstandort Österreich schadet

Tu felix Austria – warum der Föderalismus dem Forschungsstandort Österreich schadet
  • KOMMENTAR
  • 11.12.2019

Ein starker Forschungsstandort ist wichtig für unser Land – aus vielen Blickwinkeln heraus: für unsere Universitäten, die Volkswirtschaft, die Versorgungssicherheit. Leider steht dem oftmals die überbordende Bürokratie im Weg.

Klinische Forschung passiert da, wo rasch die notwendige Anzahl an Patienten organisiert werden kann. Hier behindert uns leider oftmals das föderalistische System. Da die relevanten Krankenhäuser im Besitz der Länder stehen, müssen die Forschungstreibenden an die einzelnen Bundesländer herantreten. Dies könnte alles mit dem „One-Stop-Shop“-Konzept gelöst werden: Die Schaffung einer Koordinierungsstelle für klinische Studien könnte als Drehscheibe für alle Beteiligten dienen. Das würde den Forschungsstandort Österreich stärken. Nutznießer wären so auch die Patienten, die früh an innovative Arzneimittel und Therapieformen herankommen. Ärzte, die in die Entwicklung dieser eingebunden sind, könnten diese zum frühestmöglichen Zeitpunkt starten und gewinnen wertvolles Know-how. Eine Win-Win-Situation für alle.

Ein wichtiges Anliegen ist neben der Unterstützung für mehr klinische Studien in Österreich ein Bekenntnis zum Patentschutz. Wir brauchen Patentschutz, denn nur mit einem angemessenen, zeitgemäßen Patentschutz können Investitionen in Innovationen erfolgen. Dieses Bewusstsein muss in der EU gestärkt werden.

Für die lokal produzierenden Pharmaunternehmen benötigen wir vor allem eines: Steuerentlastung! Denn die Unternehmen stehen im harten internationalen Wettbewerb. Der Produktionsstandort ist aber nicht nur für die Versorgungssicherheit von essenzieller Bedeutung. Darum muss die produzierende pharmazeutische Industrie in Österreich angemessen gefördert werden.

Das sind einige Punkte der Forderungen, die wir für den Gesundheitsstandort formuliert haben. Details und weiterführende Informationen gibt es hier: https://www.pharmig.at/der-verband/politik/.

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Mag. Alexander Herzog
    Mag. Alexander Herzog
    Secretary General

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