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Was bringen innovative Therapien?

Was bringen innovative Therapien?
  • THEMEN
  • 31.08.2018

Was ist Innovation? Am Anfang stehen neue wissenschaftliche Erkenntnisse – über grundlegende biologische Prozesse oder konkreten Krankheiten. Auf dieser Basis entwickeln pharmazeutische Unternehmen neuartige Medikamente, mit denen Patienten besser behandelt werden können. Und sie entwickeln Arzneimittel für Krankheiten, für die es noch gar keine Therapie gab. Die Lebenserwartung der Menschen ist auch in den vergangenen Jahren weiter gestiegen – innovative Arzneimittel haben den größten Teil dazu beigetragen (Quelle: EFPIA Pharma Figures 2017).


Bis ein neuartiges Medikament zur Verfügung steht, sind viele Jahre Entwicklungsarbeit nötig: Zuerst im Labor, wo die aussichtsreichsten „Kandidaten“ für ein neues Arzneimittel ausgewählt und optimiert werden. Dann in der Klinik: Hier wird die Sicherheit und Verträglichkeit des Medikaments erstmals an Menschen geprüft. Seine Wirksamkeit wird in sukzessive größeren klinischen Studien untersucht. Der Aufwand ist enorm: Rund zwei Milliarden Euro (2,6 Milliarden US-Dollar) kostet es, ein innovatives Medikament auf den Markt zu bringen.

Onkologie

  • In Österreich lebten in 2015 (Jahresende) 340.840 Personen mit Krebs - 39.906 Krebsneuerkrankungen wurden dokumentiert
  • Die Krebssterblichkeit ist in Österreich im Vergleich zu 1990 um 22 % zurückgegangen, der OECD-Schnitt liegt bei -14 %
  • In einer Reihung nach 5-Jahres -Überlebensraten liegt Österreich im europäischen Vergleich unter den Top 5. Etwa zwei Drittel der Betroffenen überleben mehr als 5 Jahre.

HIV/AIDS

  • Aus einer einst tödlichen HIV-Infektion wurde eine chronische Krankheit. Den Patienten stehen mittlerweile mehr als 35 Therapiemöglichkeiten (Wirkstoffkombinationen in einer Tablette) zur Verfügung
  • In Österreich leben rund 12.800 Menschen mit der Diagnose HIV, davon haben sich 510 Menschen im Jahr 2017 neu infiziert
  • Die Sterberate von AIDS-Patienten sank in Europa im Vergleich zu 2006 um über 70 %

Hepatitis C

  • Weltweit sind ca. 170 Mio Menschen mit Hep C-Virus infiziert, in Österreich leben zw. 20.000–40.000 Menschen mit dem tödlichen Virus
  • Neue Therapieansätze ermöglichen Heilungsraten von annähernd 100 % innerhalb weniger Wochen. Aus einer chronischen Infektion ist eine eliminierbare geworden.
  • Ca. 4.400 Patienten konnten in Österreich im Zeitraum 2014–2017 damit erfolgreich behandelt werden.

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