Pharmaindustrie als Wirtschaftsfaktor

Der Produktionswert misst den tatsächlichen Produktionsumfang einer Branche, während die Wertschöpfung ein Maß für die eigentliche wirtschaftliche Leistung eines Wirtschaftszweiges darstellt.

Produktionswert und Bruttowertschöpfung

Im Jahr 2008 stellte die pharmazeutische Industrie in Österreich mit 10.555 Beschäftigten, Güter im Wert von 2.748,3 Mio. Euro her. Die Bruttowertschöpfung der pharmazeutischen Industrie betrug im Jahr 2008 1.179,6 Mio. Euro. Die Wertschöpfungsquote (Anteil der Wertschöpfung an der Bruttoproduktion) der pharmazeutischen Industrie betrug im Jahr 2008 42,92%.

 Produktionswert

Quelle: IPF

Gesamtwirtschaftliche Effekte der Pharmaindustrie

Die direkten Effekte umfassen die inländische Wertschöpfung und Beschäftigung der Pharmaunternehmen, welche direkt durch die Endnachfrage entstehen. Indirekte Effekte entstehen aus Vorleistungsbeziehungen zwischen Unternehmen und ihren Zuliefern, das heißt sie spiegeln die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Endnachfrage wieder.

Zusätzlich entsteht durch den Konsumeffekt der Mitarbeiter der Pharmaindustrie und der Investitionen in der Branche wieder inländische Wertschöpfung und Beschäftigung (induzierte Effekte). Der indirekte Wertschöpfungseffekt der Pharmaindustrie belief sich für das Jahr 2008 auf 861,79 Mio. Euro. Der indirekte Beschäftigungseffekt entspricht 13.444 Beschäftigten und 4.002 aufgrund von Konsum- und Investitionenstätigkeit.

Multiplikatoren 

Quelle: IPF

Ein in der Pharmaindustrie erwirtschfteter Euro erzeugt eine Wertschöpfung von 1,97 Euro in der Gesamtwirtschaft. Ein Pharmajob sichert 2,65 Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft.